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Ausstellungs-Berichte

 


 

Im Kulturpavillon: Eine Weissmalerin und ihre geheimnisvollen Reisen

Im Kulturpavillon der Psychiatrie St. Gallen Nord lädt die Thurgauer Künstlerin Sonja Aeschlimann mit Bildern und Installationen zu rätselvollen Reisen ein. Die verschiedenen Materialien, Sujets und Techniken, welche die Halle unter dem Titel „Ankommen“ locker bevölkern, bezeugen einen prägenden Gestaltungswillen: nicht aufdringlich, eher leise und immer geheimnisvoll.

hallowil.ch, 19. August 2018, Peter Küpfer


Im Kulturpavillon laden Sonja Aeschlimanns Bilder und Objekte zum Entdecken ein.

Schon der Weg zum heutigen Kulturpavillon ganz im Westen des Geländeparks der ehemaligen Psychiatrischen Klinik Wil (heute nüchtern-sachlich Psychiatrie St. Gallen Nord genannt) ist eine Reise. Das kleine, aber imposante Gebäude muss trotz Signalisation unter den verwunschenen alten Bäumen und entlang kleiner Kieswege aufgespürt werden. Leicht erhöht verheisst es mit seiner klassizistisch-hohen Fassade Vielversprechendes. Die erste Überraschung wartet schon in der Vorhalle. Das steht, säuberlich in Plastik verpackt, ein altes Rolf Benz-Sofa. Lädt es zum Verweilen und Ausruhen ein, wie der Titel der Ausstellung „Ankommen“ vermuten lässt? Vielleicht. Aber warum ist es dann so säuberlich eingepackt wie ein Postpaket? Ob es ebenfalls auf der Reise ist und sein Ankommen, wie das des Besuchers, höchst fraglich?


Schon in der Vorhalle das erste Kunstobjekt, "Wrapped Old Benz":
angekommen oder transportbereit?
 
Sichtlich angeregt: Besucherinnen und Besucher der Vernissage

 Die Halle „bespielen“
Die hohe Halle des ehemaligen psychiatrie-eigenen Leichenhauses wirkt einladend hell. Der ganze Raum ist mit Kunst gefüllt, „bespielt“, wie die anwesende Künstlerin im Gespräch es nennt, allerdings locker. Auffallend ist das viele Licht, Weiss in Weiss. Dem Betrachter wird viel Raum überlassen. In der Mitte, hoch von er Decke bis zum Fussboden herabhängend, eine zentrale Installation. Es handelt sich um eine viele Meter lange eng beschriftete Rolle, auf der sich Stichworte in quasi endloser Folge zum Thema wiederholen: Ankommen im Universum, Ankommen in dieser Welt, Ankommen im Licht, im Sehen, Hören und Sprechen, Ankommen in Dir, Ankommen in der eigenen Reise, Ankommen im Lebensfrieden, und noch viele „Ankünfte“ mehr. Schliesslich auch das Ankommen im Tod. Davor grosse Schriftrollen, stehend oder liegend, zwischen denen man herumgehen kann, sie auch entziffern.

Zeichnung und Zeichen
An den Wänden hängen Bilder verschiedenen Formats. Der erste Eindruck ist Weiss. Nur langsam, und unter Näherkommen werden schemenhafte Formen, nebelhafte Umrisse, vage Flächen und Schichten erkennbar. Manchmal dominiert eine geometrische Form, manchmal erkennt man eine menschliche Figur, ein Gesicht. Immer muss man aber ihre Situation, etwa auch ihren Gesichtsausdruck, erraten. Im Gespräch bestätigt die Künstlerin: „Ja, ich bin eine Weissmalerin“. Man müsse in ihren Bildern vieles selbst entdecken, auch die Farbe, sagt sie. Tatsächlich nennt sie ein Bild denn auch „A touch of Blue and Pink“, bei dem man bei oberflächlicher Betrachtung nur Weiss sieht. Aber eben, das Oberfächliche ist nicht das Ding der Künstlerin, die bei Jo Bukowski studiert hat und gerne zeichnerisch und in Schichten malt. Bei näherem und längerem Betrachten stellen sich tatsächlich Farbschatten heraus, eher ahnbar als manifest.


"Henry": auch in Portraits bleibt vieles offen
 
Viel Raum für das eigene Begehen

 

Spuren
Die Ostschweizer Künstlerin mit Atelier in Lommis, welche schweizweit und international Ausstellungen realisiert hat, sagt im Gespräch, sie habe ursprünglich die Ausstellung im Kulturpavillon unter dem Konzept „Spuren“realisieren wollen. Angeregt auch vom einzigartigen Raum hier in Wil habe sie es dann aber in „Ankommen“ geändert. Sonja Aeschlimann liebt das Reisen und ist begeisterte Taucherin. Das Ankommen, das zur Ruhe Kommen, das Ziel allen Reisens habe sie gerade in letzter Zeit stark fasziniert. Das bezeugen die vielschichtigen Werke. Auch bei ihrer Betrachtung, man muss sich dafür etwas Zeit nehmen, stellt sich bald einmal das Gefühl ein, dass das wirkliche Ankommen auch nur ein neuer Aufbruch sei. Allerdings auf anderem Niveau.

 


 

Figuren und Formen, dreifach

Thurgauer Zeitung, 23. November 2013, Dieter Langhart

LOMMIS. Sonja Aeschlimann hat ihr Atelier geöffnet und zwei befreundete Künstlerinnen eingeladen, ihre Kunst neben ihrer eigenen zu zeigen – Harmonie und Kontraste aus Linien, Figuren und Formen.


Offenes Atelier: Sonja Aeschlimann vor ihren Schellack-Bildern. (Bild: Dieter Langhart)

Sonja Aeschlimann und Verena Wanner sind Freundinnen, privat und als Künstlerinnen. Beide sind Mitglied von kunstthurgau, beide zeigen derzeit Malerei in Sonja Aeschlimanns Atelier. Und haben Doris Straub eingeladen, sich mit Keramiken dazuzugesellen.

In der Ausstellung «Begegnungen» sind Verwandtschaften in Motiven und Inhalten auszumachen, die zugleich Kontraste in Material und Ausdruck sind.

Auftrag: Kunst im Hotel

Auf grosser Leinwand untersucht Sonja Aeschlimann Formen von Gefässen. Mit Graphit, Kohle, Tusche zieht sie kräftige Umrisse, mit Schellack füllt sie einige der Formen in gebrochenen Gelb- und Brauntönen. Die Becher und Tassen ragen aus Ebene, wirbeln fast in den Raum.

Und da ist ein anderes Bild, eine Insel. Sie steht für das geerdete, zentrierte Ich, denn Sonja Aeschlimann meditiert nach den Regeln des Zen. Die Insel ist auch bei Saatchionline zu sehen – und das hat ihr einen Auftrag eingetragen: Suiten in einem Gstaader Hotel auszustatten.

Kauf: Kunst fürs Radiostudio

In einfachem Strich auf farbigem Grund gehalten sind Verena Wanners Geister, Menschenpaare und Materialbilder. Die Künstlerin aus Neunkirch hatte früher in Kalthäusern gelebt und zeigt derzeit in Kleinandelfingen weitere Bilderserien (TZ vom 6.11.). Und ihre Nachtexpress-Sitzbank, die im Sommer die Schaffhauser Altstadt zierte, hat Radio SRF für sein Studio erworben. Eine Brücke zu Wanners Materialbildern und zu Aeschlimanns Tassen schlagen Doris Straubs Gefässe und Figuren aus Keramik.

Sa, 23.11., 14–18/So, 24.11., 11–18 Uhr, Sägestrasse 2, Lommis
www.kunstinderfabrik.ch

 

Zehn Jahre Kunst in der Fabrik

Thurgauer Zeitung, 15. November 2013

LOMMIS. Die Künstlerin Sonja Aeschlimann lädt an den folgenden Wochenenden zum 10-Jahr-Jubiläum ihres Ateliers «Kunst in der Fabrik» in der früheren Kinderschuhfabrik an der Sägestrasse 2 in Lommis ein. Die Vernissage beginnt am Samstag ab 17 Uhr. Zur Begrüssung spricht Elisabeth Engel, Frau Gemeindeammann von Uesslingen-Buch.

Die Begegnung von drei Künstlerinnen steht im Zentrum der Ausstellung. Sonja Aeschlimann aus Lommis gibt Einblicke in ihr Schaffen der vergangenen Jahre. Verena Wanner aus Neunkirch, ist mit aktuellen Arbeiten auf Papier und Leinwand vertreten. Doris Straub aus Feldmeilen präsentiert ihre Keramikgefässe und Figuren das erste Mal in der Öffentlichkeit. (red.)

Ausstellungstermine: Samstag, 16. November, 17–20 Uhr Sonntag, 17. November, 11–18 Uhr Samstag, 23. November, 14–18 Uhr Sonntag 24. November, 11–18 Uhr
Infos: www.kunstinderfabrik.ch

 


 

«Schubladendenken» – Ausstellung in Trogen

Thurgauer Zeitung, 10. August 2010

trogen. Am Freitag, 13. August, findet in der Galerie am Landsgemeindeplatz in Trogen ab 18 Uhr die Vernissage zur Ausstellung «Schubladendenken» statt. Werner Meier, Sylvia Geel, Mark Staff Brandl, Sonja Aeschlimann, Irene Müller, Lou Nüssli und Kurt Niederhäuser gestalteten alte Schubladen um. Anne Weber ergänzt die Ausstellung mit Schubladenschachteln. Die Ausstellung dauert bis zum 28. August und ist jeweils am Freitag von 14 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

 


 

Frauliches am Gemeindeplatz

Thurgauer Zeitung, 14. August 2009

trogen. Vier Frauen zeigen in der Trogner Galerie am Landsgemeindeplatz Frauen und Frauliches. Idee war, Frauen, die nebst Beruf und Familie noch Zeit und Musse haben, künstlerisch tätig zu sein, eine Plattform zu geben. Daraus entwickelte sich eine Ausstellung von Frauenporträts in Aquarell, Acryl, Keramik und Bronze. Ergänzt wird dies durch Kunstobjekte wie Handtaschen und Schuhe. Es stellen aus: Sonja Aeschlimann (Frauen in Acryl), Ursula Engler (Frauen in Aquarell), Irene Müller (Frauliches in Keramik) und Susanne Brefin (Arbeiten aus Draht und Stoff). Die Ausstellung dauert noch bis Samstag, 29. August.

 


 

Malerinnen zeigen Neues

Thurgauer Zeitung, 16. November 2007, Christof Lampart

In der schlicht "Atelier-Ausstellung" genannten Exhibition des Duos Sonja Aeschlimann und Verena Wanner darf das Publikum Spannendes erwarten.

Verena Wanner (l.) und Sonja Aeschlimann
Sonja Aeschlimann (l.) und Verena Wanner präsentieren an den kommenden beiden Wochenenden allerlei neue Arbeiten - Mischtechniken, Stelen und Akte auf Papier

Lommis - Spannend wird die Ausstellung, welche am Samstag in Lommis ihre Tore öffnet, schon alleine deshalb sein, weil die beiden Malerinnen, welche in starken Gegensätzen arbeiten, sich dieses Mal beide von einer neuen Seite zeigen. Aeschlimann zeigt neue "Insel"-Bilder und Stelen aus Holz, während Wanner einen grossen Teil mit "Arbeiten auf Papier", Aktbildern, bestreitet. Und das ist gänzlich neu. Die bekannte Thurgauer Künstlerin Verena Wanner, welche noch um die Jahrtausendwende fast nur abstrakt malte, entwickelte sich seitdem immer mehr zur konkreten Malerin. Überall tauchen Velos in Wanners Werken auf, Leitern, Menschen und Häuser. Und das in einer expressiv-radikalen Zeichensprache, die in ihrer strichartig-eindimensionalen und vermeintlichen kindlichen Naivität erfrischend und inspirierend wirkt. Die Aktbilder Wanners sind wiederum von einer köstlichen Intimität und Subtilität, sowohl was die Ausführung als auch die Farbgebung betrifft.

Schauen und Geniessen

Während Wanner stark über die Farben kommt, sind es bei Aeschlimann die feinen Übergänge und die wohl gesetzten Kontraste, die den Betrachter gefangen nehmen. Die farbliche Polarität bei den schwarz-weissen "Insel"-Holzstelen ist jedoch offenkundig und wirkt in ihrer konsequenten Umsetzung erfrischend. Die Stelen sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Blickfang. Subtileres Betrachten verlangen die grossen "Insel"-Bilder, bei der Aeschlimann die Farbe behutsam und mit grosser Zurückhaltung aufträgt. Die "Vielschichtigkeit" ihrer Werke manifestiert sich für den Betrachter im Detail der Mischtechniken. Es sind Bilder, die einem ob ihrer optischen Zurückhaltung vielleicht nicht direkt ins Auge springen, wohl aber den schauenden Geniessenden zu vielen visuellen Entdeckungsreisen einladen.

Die Ausstellung öffnet am Samstag, den 17. November, um 14 Uhr an der Sägestrasse 2 ihre Tore.

 


 

Kunst, eine Art Kommunikation

Thurgauer Zeitung, 27. November 2006

Wängi - Für einmal verwandelten sich die eher nüchternen, aber zweckmässigen Räume des Foyers der Dammbühlhalle übers Wochenende in eine Kunstgalerie. Sonja Aeschlimann überraschte mit ihren neusten Bildern, die sie mit Malerei, Radierungen und Holzschnitten kombiniert. «Linien fordern mich heraus», sagte die Künstlerin. Ob mit malerischen Spielereien auf Buchenholzkistchen oder auf grossflächigen Symbolbildern; Sonja Aeschlimann konzentriert sich auf das Wesentliche und setzt in ihren spannungsvollen Bildern Farbe gekonnt, aber sparsam ein. «Die Bilder stammen aus meinem Innern und sind ein Ausdruck meiner Gefühls- und Gedankenwelt», sagte die Malerin. Sie besinne sich mit ihren Werken auf ihr eigenes Ich.

Geschmolzene Kunst

«Ich arbeite gerne mit den Händen», erklärte Maya Keller, die ihre schönen Gegenstände ihrer Glaskunst präsentiert. Das Material sei durch die Glut des Feuers gegangen, und es sei schön, mit dem faszinierenden Werkstoff Glas umzugehen. Glas biete unzählige Möglichkeiten zur künstlerischen Verarbeitung, sagte sie. Es ist den schönen Kunstwerken, wie Kerzenständer, Gläser, Schalen und Teller anzusehen, dass sie gekonnt und mit viel Liebe zum Detail geschaffen wurden. Maya Keller ist als Lehrerin in Wängi tätig.

Rostige Granatsplitter-Figuren

«Auf der Allmend in Frauenfeld muss ich nur die Granatsplitter aufsammeln und sie zu einem Kunstobjekt zusammenfügen», sagte Eisenplastiker Christoph Hösli. Die Teile lägen ihm sozusagen zu Füssen, bemerkte er. Bereits am Fundort lässt er sich durch das Kriegsmaterial inspirieren und im Atelier schweisst er die Schrott-Teile zu lebensgrossen Menschenfiguren zusammen. Die rostigen Granatsplitter-Figuren, die Iron-Ladys und die Iron-Men, zeigen eine besondere Ausstrahlung, die für den Künstler eine faszinierende Art der Kommunikation bedeutet. An der Vernissage stellte Rosi Roeschli die Künstler dem Publikum vor. Die Ausstellung wurde von Wängi und Kultur w.u.k. organisiert.

 


 

Eisenplastiken und Bilder im Juch-Center

Thurgauer Zeitung, 11. November 2004

Frauenfeld - Unter dem Thema «authentisch» stellen im Juch-Center ab Samstag, 13. November, Sonja Aeschlimann, Lommis, und Rolf Baumann, Zürich, Bilder und Eisenplastiken aus. Sonja Aeschlimanns Bilder sind einerseits zurückhaltend und sensibel, anderseits fröhlich und verspielt. «Linien fordern mich heraus», erklärt die Künstlerin.

Frauenfeld - Unter dem Thema «authentisch» stellen im Juch-Center ab Samstag, 13. November, Sonja Aeschlimann, Lommis, und Rolf Baumann, Zürich, Bilder und Eisenplastiken aus. Sonja Aeschlimanns Bilder sind einerseits zurückhaltend und sensibel, anderseits fröhlich und verspielt. «Linien fordern mich heraus», erklärt die Künstlerin. Ihr Kunstschaffen mit Bildern in Mischtechnik und Holzschnitt-Handdruck ist eine Entdeckungsreise. Feinste Farbschichten, durchzogen von kraftvollen Linien und Strichen, verleihen ihren Bildern Lebendigkeit, Leichtigkeit und Tiefe. Rolf Baumann sagt von sich, er sei ein leidenschaftlicher Tüftler, immer von der Neugier angetrieben zu wissen, wie alles funktioniert. 1991 entstand seine erste Figur aus Sanitärinstallations-Abfall. Von da an gab es für ihn kein Halten mehr. Unter dem Spitznamen und Markenzeichen «Huber-Eisenobjekte» stellt er handgefertigte Skulpturen aus allerlei Bestandteilen und Abfalleisen her. (mgt.)

Vernissage: Samstag, 13. November, ab 17 Uhr im Juch-Center.

 

Bilder und Skulpturen ergänzen sich

Thurgauer Zeitung, 18. November 2004

Unter dem Thema «authentisch» stellen in der Galerie im Juch Sonja Aeschlimann und Rolf Baumann Bilder und Eisenplastiken aus. 

Frauenfeld - Getroffen und kennen gelernt haben sie sich vor über 25 Jahren in einem Zürcher Tauchklub. Beide sind begeisterte Taucher. Sie haben aber damals kaum daran gedacht, dass sie auch ein kreatives Künstlerteam werden könnten. Heute präsentieren sie in der Galerie im Juch erstmals gemeinsam ihr künstlerisches Schaffen: Sonja Aeschlimann, Lommis und Rolf Baumann, Zürich. Das Thema ihrer Ausstellung lautet «authentisch». Sonja Aeschlimann hatte es zuerst gepackt. Vor rund 20 Jahren verspürte sie ein starkes Bedürfnis, sich intensiver mit den Eindrücken, Farben und Kompositionen auseinander zu setzen, die sie unter Wasser gesehen und erfahren hatte. Sie eignete sich in Kursen verschiedene Maltechniken an. Vor 13 Jahren stellte sie ihre Werke erstmals aus. Sie arbeitet heute hauptsächlich in Acryl-Mischtechnik auf Leinen oder Papier. Seit kurzem hat sie auch den Holzdruck für sich entdeckt. Feinste Farbschichten, durchzogen von kraftvollen Linien und Strichen verleihen ihren Bildern Lebendigkeit, Leichtigkeit und Tiefe.

Kreativer Umgang mit Schrott

Rolf Baumann ist von Natur aus ein so genannter «Allesflicker» und Tüftler. 1991 entstand seine erste Skulptur. Aus Sanitärabfall hat er für einen Freund aus der Sanitärbranche einen witzigen Weinhalter kreiert. Seither inspirieren ihn Altmetallabfälle aller Art zu immer neuen Objekten. Mit Vorliebe schafft er Skulpturen mit Zusatznutzen, die man auch im täglichen Leben brauchen kann, wie beispielsweise Spiegel, Aschenbecher, Fruchtschalen, Kerzenständer oder WC-Rollen-Halter. In seinen Werken erkennt man seine ausgeprägte Freude und Spass im kreativen Umgang mit Schrott. Aus seinen Skulpturen spricht aber auch eine Portion Humor und Schalk. Die Ausstellung «authentisch» in der Galerie im Juch ist noch bis zum 24. Dezember jeweils werktags von 9 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 5. Dezember, findet zusätzlich ein Apéro mit den Künstlern statt.

 


 

Konzentration auf das Wesentliche

Thurgauer Zeitung, 26. April 2004, Maya Heizmann

Kunst in der Fabrik: Sonja Aeschlimann präsentiert in ihrer neu eingerichteten Atelier-Galerie ihr Kunstschaffen mit Bildern in Mischtechnik und in Holzschnitt-Handdrucken.

Lommis - "Linien fordern mich heraus", erklärte Sonja Aeschlimann bei der Eröffnung ihrer Ausstellung zum Thema "Gedanken-Bilder" am Samstagabend. Feine Striche oder Schnüre durchziehen ihre Bilder wie Adern oder Luftlinien. Power oder Kraftlinien nennt Sonja Aeschlimann ihre gezogenen Zeichen, die ihren subtilen Bildern eine dynamische Symbolik verleihen. Sonja Aeschlimann setzt in ihren spannungsvollen Bildern Farbe sparsam, jedoch effektvoll ein. Im Werk mit dem Titel "Landscape" wird die weisse Stille mit den spärlich verteilten, grauen Strichen zur effektvollen Winterlandschaft, die den Betrachter in ihrer Schlichtheit berührt. In einem weiteren weiss gehaltenen Bild unterbrechen die wie zufällig hingeworfenen gelben und roten Linien die strukturierte Fläche und lasen die Wärme des Sommers erahnen. Die Künstlerin lässt in ihren subtilen Bildern dem Betrachter genügend Raum, sich in das Bild hineinzufühlen - so wird jedes Werk eine Entdeckungsreise zu sich selbst.
"Gedanken-Kritzeleien" nennt die Kunstmalerin eine Serie ihrer neusten Werke. "In diesen Bildern besinne ich mich auf das eigene Ich", bemerkte sie. So notiere sie sich ihre Gedanken und bringe sie in ihrer eigenen Schrift auf Papier, sagte sie. Diese Art Hieroglyphen verstehe nur sie selbst.

Atelier-Galerie gibt neuen Schwung

"In meinen Bildern möchte ich zu mir selbst finden", gibt die Künstlerin zu. Sie setzt sich mit dem Sinn und Unsinn des Lebens auseinander und konzentriert sich auf das Wesentliche. "Die Bilder stammen aus meinem Inneren und sind Ausdruck meiner Gefühlswelt", sagte sie. So strahlt ihre Kunst gleichzeitig Ruhe und Spannung aus. Obwohl diese Begriffe gegensätzlich sind, fügen sie sich zu einer harmonischen Einheit zusammen. Es ist gerade die Schlichtheit ihrer Bilder, die den Betrachter im Innern berührt.
"Mit dieser Atelier-Galerie, die mitten im Dorfzentrum von Lommis liegt, ist für Sonja Aeschlimann ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen", sagte Elisabeth Engel aus Uesslingen in ihrer Laudatio. Dieser einstige Fabrik-Lagerraum ermögliche der Künstlerin ein intensives Schaffen. Dieser Optimismus werde sie beflügeln, ihre Kreativität und ihre Ideen in ihren persönlichen Kunststil umzusetzen.
"Der neue Kunstraum soll ein Ort der Begegnung sein", freute sich Sonja Aeschlimann. Auch ohne Ausstellung sei jedermann jederzeit zu einem Besuch im Atelier willkommen, erklärte sie. Es werde jeder Tag ein Tag der offenen Türen sein.

 


 

TRANSPARENZ - Kunst im Garten

Kunst unter freiem Himmel

Thurgauer Zeitung, 9. Juli 2002, Maya Heizmann

 Photo-Präsentation anschauen...

"Transparenz - Kunst im Garten": Unter diesem Motto präsentierten die Künstlerinnen Sonja Aeschlimann und Rita Cimenti in einer gelungenen Mischung zwischen Gartenparty, Kunst-Happening und Open-Air-Spektakel ihr künstlerisches Schaffen.

Transparenz total: Rita Cimenti (l.) und Sonja Aeschlimann
Transparenz total: Rita Cimenti (l.) und Sonja Aeschlimann kreieren ihre Kunstwerke vor den Augen des Publikums.

Lommis - "Wir machen mal etwas Verrücktes, etwas Besonderes, etwas noch nie Dagewesenes", sagten sich die beiden Kunstmalerinnen Sonja Aeschlimann aus Lommis und Rita Cimenti aus Zürich. Diese zündende Idee wurde am Sonntag in einer Art Live-Performance in einer Garten-Galerie in die Tat umgesetzt. Über hundert Personen nahmen an dem ungewöhnlichen Freiluft-Kunst-Spektakel teil.

Zwischenzeit stilvoll genützt

"Wir nehmen mal Orange", sagte Sonja Aeschlimann zu Rita Cimenti. Vor den Augen des Publikums kreierten die beiden Künstlerinnen mit Papierfragmenten und spontanen Pinselstrichen abstrakte Bildcollagen auf transparentes Plexiglas. So entstanden fünf gemeinsame Werke in der Hinterglas-Maltechnik.
Doch nicht nur die Farben, sondern auch die Umgebung, wie die schöne Gartenanlage, die illustre Gästeschar, der blaue Himmel mit den weissen Wolken, spiegelten sich in den durchsichtigen Bildern, ganz nach dem von den Künstlerinnen gewählten Motto: Transparenz.
So entstanden zu den kreativen Bildkompositionen noch zusätzlich flüchtige Farbtupfer, die den entstehenden Kunstwerken ungewohnte Glanzpunkte verliehen. "Je nach Hintergrund verändern sich spielerisch die Farben der transparenten Bilder", erklärte Pierre Rey, der die Veranstaltung organisierte.
Mit einer Literaturlesung aus einem der Bücher des Frauenfelder Schriftstellers Alain Catalan und musikalischen Klängen von 4 Saxophonisten wurde die Zwischenzeit bis zur Trocknung der Bilder stilvoll überbrückt. Ebenfalls erhielten die Gäste Gelegenheit mit einem Rundgang in der Garten-Galerie sich in die abstrakten Werke der beiden Künstlerinnen zu vertiefen. Sonja Aeschlimann wie auch Rita Cimenti machen in ihren Bildern ihre fröhlich-verspielte Mal- und Experimentierlust sichtbar. In den ausdrucksstarken, schwungvollen Bild- und Farbkompositionen, die der Realität den Rücken kehren, geben sich die Künstlerinnen ganz ihren Phantasie-Welten hin.
In vielen Malkursen und in Selbststudien haben sie ihre Maltechniken verfeinert und ihr Hobby zur Leidenschaft gemacht. Beide Künstlerinnen konnten in diversen Ausstellungen ihr Kunstschaffen der Öffentlichkeit präsentieren.

Versteigerung mit Humor

Zum krönenden Abschluss des Happenings wurden die neu entstandenen Kunstwerke von Schriftsteller Alain Catalan auf humorvolle Weise mit der "Hammermethode" versteigert. Der Erlös aus der Versteigerung diente der Kostendeckung für den stimmungsvollen, ungewöhnlichen Kunst-Anlass.

 

 

Kunst im Garten

Wiler Nachrichten, 4. Juli 2002

Kunst im Garten mit Sonja Aeschlimann und Rita Cimenti

Lommis. Die beiden bekannten Künstlerinnen Sonja Aeschlimann aus Lommis und Rita Cimenti aus Zürich führen am Sonntag um 13:30 Uhr bei gutem Wetter eine von Live-Musik begleitete Performance durch. Dabei malen sie vor dem Publikum auf transparentes Plexiglas. Die Gäste erleben dabei live, wie die Bilder in der sogenannten Hinterglas-Maltechnik entstehen. Die so entstandenen Werke haben während des Überraschungsprogramms Zeit zu trocknen, werden gerahmt und anschliessend versteigert. Der Erlös aus der Versteigerung dient lediglich der Kostendeckung für Organisation, Material und Getränke. Nach der Versteigerung sorgt ein Natura-Güggeli-Wagen für das leibliche Wohl und ab 16:30 Uhr ist gemütliches Beisammensein angesagt. Der Event "Transparenz - Kunst im Garten" wird am Sonntag um 13 Uhr an der Banneggstrasse 25 in Lommis mit einem Apéro eröffnet.

 


 

Ein starkes Team

Fantasie verleiht dem Geist Flügel

Ein starkes Team stellt in der Galerie zur Baliere seine Werke aus

Thurgauer Zeitung, 24. März 2001, Maya Heizmann

In der städtischen Galerie zur Baliere in Frauenfeld stellt ein ganz besonderes Dreier-Team seine Werke der Öffentlichkeit vor:

Sie präsentieren sich frech, witzig, doch voller Charme: Die schrägen Vögel und die skurrilen Eisenobjekte aus Altmetall von Rolf Baumann. Aus einem Kugellager, einer Velokurbel, zwei Löffeln, zwei Bohrern, einem Kipphebel und einem Mini-Teesieb konstruierte er beispielsweise ein liebenswürdiges, dickbauchiges Fantasie-Schnabeltier, das gewichtig auf seinem Hochrad in die Pedalen tritt.

Recycling-Kunstwerke

"Ich bin ein leidenschaftlicher Tüftler", sagt der Motorradmechaniker Rolf Baumann von sich selbst. Immer von der Neugier angetrieben, zu wissen, wie alles funktioniert, sei er in seinem Freundeskreis als Allesflicker bestens bekannt, lachte er. 1991 entstand seine erste Figur aus Sanitärinstallations-Abfall: Von da an gab es für ihn kein Halten mehr. Unter seinem Spitznamen und jetzigen Markenzeichen Huber-Eisenobjekte stellt er handgefertigte Skulpturen aus allerlei Bestandteilen von Abfalleisen her.

Zur Dekoration geeignet

Die fantasievollen Objekte und Skulpturen eignen sich bestens zur Dekoration oder als Gebrauchsgegenstände, wie Aschenbecher, Fruchtschalen, Spiegel, Stühle und witzige WC-Rollenhalter.
Selbstverständlich sind die ideenreichen Recycling-Unikate mit einer Huber-Plombe gekennzeichnet und werden nur mit Zertifikat verkauft.

Transparente Luftigkeit

Sonja Aeschlimann beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren intensiv mit der Malerei. Ihre Eindrücke vom Reisen, Tauchen und auch vom Alltag setzt sie in fantasievolle Werke um, die in ihrer hellen Farbgebung Harmonie und Klarheit ausstrahlen. In ihren abstrakten Aktbildern verschmelzen Formen und Bewegungen des Tanzens ineinander und bilden eine vollkommene Ganzheit. Viele Werke präsentiert die Künstlerin zwischen zwei Plexiglasscheiben, welch die Transparenz und Leichtigkeit der subtilen Bilder noch verstärken.

Sonne in Bilder gepackt

Joëlle Müller-Supersaxo hingegen liebt kräftige Farben, die sie mit viel Kreativität und Spontaneität in ihre Werke einbringt. Das Spiel mit den Farben verleiht den Bildern eine ganz besondere Wärme. "Vor allem liebe ich die Farbe Gelb, sie erinnert mich an die Sonne vom Wallis, wo ich meine Kindheit verbrachte", sagte sie. Nun würde sie die Sonne in ihren Bildern nach Frauenfeld bringen, scherzte sie. Mit ihren spritzigen, fröhlichen Werken in Acryl und Aquarell gibt die Künstlerin den Betrachtern einen Einblick in ihre vielseitige Malkunst.

Harmonische Einheit

"Wir sind ein starkes Team", bezeichnen sich die drei befreundeten Künstler. Ihre fantasievollen Werke ergänzen sich bestens und bilden eine harmonische Einheit. Die Vernissage findet heute Samstag von 17 bis 20 Uhr statt. Die Ausstellung dauert bis zum 22. April. Öffnungszeiten sind Mittwoch und Freitag 16 bis 20 Uhr. Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr.

Joëlle Müller-Supersaxo, Rolf Baumann und Sonja Aeschlimann
Sonja Aeschlimann
Rolf Baumann
Joëlle Müller-Supersaxo
Joëlle Müller-Supersaxo, Rolf Baumann und Sonja Aeschlimann stellen gemeinsam in der Baliere aus

 

Werke eines starken Teams

Zeitung, 22. März 2001, bb

Vom 25. März bis 22. April stellt in der Städtischen Galerie zur Baliere am Kreuzplatz in Frauenfeld "ein starkes Team" seine Werke aus. Damit sind Sonja Aeschlimann aus Lommis, die mit ihren sensiblen, abstrakten Bildern in Acryl-Mischtechnik besticht, Rolf Baumann aus Zürich, der eine Reihe witziger, phantasievoller Huber-Eisenobjekte mitgebracht hat und Joëlle Müller-Supersaxo aus Frauenfeld, deren farbenfrohe, spritzige Bilder in Acryl und Aquarell einem sofort ins Auge stechen, gemeint. Die Vernissage findet am Samstag, 24 März, von 17 bis 20 Uhr statt. Die Künstler sind ausserdem an den Oster-Apéros (Karfreitag, Ostersonntag und -montag) sowie an der Finissage vom 24 April jeweils von 14-18 Uhr anwesend. Die Städtische Galerie zur Baliere ist jeweils mittwochs und freitags von 16 bis 20 Uhr, samstags, sonntags sowie an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Joëlle Müller-Supersaxo, Rolf Baumann und Sonja Aeschlimann

 

 

Kunst aus Lommis

Lommis, Gemeinde aktuell, März 2001

  Sonja Aeschlimann: Künstlerin als Auseinandersetzung

Die gebürtige Lommisserin ist mittelgross, naturblond und von zierlicher Gestalt. Sie hat vor fast 20 Jahren angefangen zu malen. Verschiedene landesweite Ausstellungen belegen ihr Schaffen. Ihre Bilder sind Ausdruck ihrer Gestalt - auf die eine Art zurückhaltend und sensibel - auf der anderen Seite fröhlich und verspielt.

Sie malt nur, wenn sie sich mit sich selbst auseinandersetzt. Sobald sie spürt, dass sie einfach "schöne Bildchen" malt, legt sie ihr Werkzeug zur Seite. Sie möchte keine "Brotmalerin" werden, sagt sie, nicht um jeden Preis malen nur damit sie Bilder verkaufen kann. Sie malt wenn es ihr gefällt ohne Druck und ohne Hast, einfach für sich.

Sie sucht ständig nach Neuem, ruht sich nicht aus auf dem was erreicht. Nein, sie möchte sich selber fordern. Sie möchte ihren künstlerischen Horizont erweitern und bildet sich auch an Kursen weiter. Kürzlich hat sie in Salzburg mit den weltbekannten Zhou-Brother's gearbeitet.
Sich selbst einen Schritt voraus, geht sie in stillen Momenten auf Entdeckungsreise und arbeitet mit ganz neuen Materialien. Sich ständig wandelnd, wie alle Menschen. Nicht einzuordnen. Das ist sie, Sonja Aeschlimann, ein Spiegel ihrer Bilder. Einladend zum verweilen, sensibel und einzigartig.
Nach zwei Jahren schöpferischer Zurückgezogenheit ermöglicht sie uns neue Einblicke in ihr derzeitiges Schaffen.

Zudem sind die Bilder auch im Internet auf Ihrer Homepage www.c4u.ch/art/aeschlimann zu bewundern.

Ausstellung zusammen mit Joëlle Müller-Supersaxo und Rolf Baumann vom 24. März - 22. April 2001, Mittwoch und Freitag 16-20 Uhr, Samstag, Sonntag und Oster-Feiertage 14-18 Uhr, in der Städtischen Galerie zur Baliere, am Kreuzplatz, Frauenfeld.
Vernissage am Samstag 24. März 2001 von 17-20 Uhr .

  Sonja Aeschlimann

 


 

Kunstgalerie im Juch-Center eröffnet

Appell von Ex-Nationalrat Ernst Mühlemann in Frauenfeld

Thurgauer Zeitung, 17. Januar 2001, Mario Tosato

Der Frauenfelder Transportunternehmer Fredi Hugelshofer konnte eine ansehnliche Zahl von Kunstinteressierten und Mitgliedern des Bistro-Clubs zum sonntäglichen Kunstapéro mit den beiden ausstellenden Künstlerinnen Vreni Kauth und Sonja Aeschlimann in der Galerie im Juch in Frauenfeld begrüssen. Ex-Nationalrat Ernst Mühlemann appellierte an die Wirtschaft, das Kunstschaffen zu fördern.

Eröffnungsausstellung der Galerie im Juch
Ernst Mühlemann, Vreni Kauth, Sonja Aeschlimann, Nina Stähli, Fredi Hugelshofer

Er sei beeindruckt von der Grosszügigkeit des Geschäftshauses, das geradezu ein ideales Ambiente für eine Galerie biete, erklärte der ehemalige Nationalrat Ernst Mühlemann. Solche Galerien mit ihren Ausstellungsmöglichkeiten seien für Künstlerinnen und Künstler aus der Region und dem ganzen Kanton von grosser Bedeutung.
Mühlemann gratulierte Hugelshofer zu dieser unkonventionellen Idee und doppelte mit der Bemerkung nach, dass für Kunst und Kultur die Unterstützung durch die Wirtschaft von grosser Bedeutung sei.

Gegen den Strom

Zu Beginn seiner Betrachtung habe er die beiden Künstlerinnen unabhängig voneinander nach ihrem ersten Lieblingsmaler gefragt. Beide hätten spontan den Namen Salvador Dali genannt. Im Gespräch habe er auch erfahren, dass die beiden Künstlerinnen keine Landschaften malen würden, könne man Landschaften mit dem Fotoapparat doch fast besser zur Geltung bringen als mit dem Pinsel oder mit dem Spachtel.
Dali sei als Surrealist von den Kritikern oftmals als "leicht verrückt" eingestuft worden, dies jedoch zu unrecht, sei dieser doch ganz einfach gegen den Strom geschwommen. Auch die ausgestellten Bilder der beiden Künstlerinnen zeigten surrealistische Züge und erfrischten durch ihre starken Farben und Formen, wobei die imposanten Bilder auch durch feine Aktmalerei ergänzt würden. Es sei ermutigend zu wissen, dass es im Kanton Thurgau nicht nur Äpfel und Birnen gebe, sondern dass der Thurgau auch über ein ausgezeichnetes künstlerisches und kulturelles Schaffen verfüge. Weiter meinte Mühlemann, dass die Kunst nicht nur vom Applaus und Betrachten lebe, wichtig sei auch dass die Kunst gekauft werde.
Das Gespräch fand bei einem vorzüglichen "Risottata con Spezzatino" - von Mühlemanns ehemaligem Gefreiten Ernesto Wegmann zubereitet - in Hugelshofers Bistro seine Fortsetzung.

 

 

Frauenfeld: Ständerat Philipp Stähelin lobt private Initiative zur Förderung der Kunst

Thurgauer Zeitung, 24. November 2000, Markus Kutter

Das Industrie- und Gewerbegebiet Frauenfeld-Ost ist um eine Attraktion reicher: im Juch-Center wurde eine Galerie eröffnet. In der Eröffnungsausstellung sind Werke von Vreni Kauth und Sonja Aeschlimann zu sehen. An der Vernissage hielt Ständerat Philipp Stähelin die Laudatio zur Eröffnung der Galerie im Juch.

Fredi Hugelshofer, Sonja Aeschlimann, Vreni Kauth und Philipp Stähelin
Fredi Hugelshofer, Sonja Aeschlimann, Vreni Kauth und Philipp Stähelin

Was veranlasst einen Transportunternehmer eine Kunstgalerie zu eröffnen? Fredi Hugelshofer blieb der illustren Gästeschar die Antwort nicht schuldig. Zahlreich waren Vertreter aus Politik, Kunstschaffende sowie viele Freunde und Bekannte zur Vernissage der Eröffnungsausstellung in die Galerie im Juch nach Frauenfeld gekommen. In der Begrüssungsansprache verriet Hugelshofer, wie es zur nun eröffneten Galerie kam. Im Juch-Center sind mehrere Firmen eingemietet. Bis vor kurzem befand sich dort auch der Geschäftssitz der Firma Great Lakes Chemicals, welcher nun im Haus am Bahnhof zu finden ist. "Nach dem Wegzug fehlten im grossen Treppenhaus plötzlich alle Bilder", schmunzelte Hugelshofer.
Und da er schon vieles realisiert habe, was nicht üblich sei, hätte er in enger Zusammenarbeit mit der Frauenfelder Künstlerin Vreni Kauth die Idee einer Kunstgalerie im Industriegebiet Frauenfeld Ost verfolgt. Ein besonderes Dankeschön sprach Hugelshofer seiner Assistentin Nina Stähli aus, welche die immensen Arbeiten an seiner Stelle koordiniert und begleitet hatte.
Das Resultat einer aussergewöhnlichen Idee ist ein Besuch wert. Auf vier Stockwerken verteilt sich der Ausstellungsraum und fügt sich dermassen gut in das Juch-Center ein, als sei dieses bereits als Galerie geplant worden. Zusätzlich gebaut wurde nur eine entsprechende Beleuchtungsanlage. Zu bewundern sind anlässlich der Eröffnungsausstellung Bilder in Acryl, Öl und Hinterglasmalerei von Vreni Kauth. Sonja Aeschlimann aus Lommis präsentiert neue Arbeiten auf Papier und Leinwand.

"Kunst braucht einen Rahmen"

Ständerat Philipp Stähelin fiel die Ehre der Eröffnungslaudatio zu. "Ich bin kein Kunstfachmann, und so will ich vor allem den Aspekt der Eröffnung betrachten", erklärte er und stellte dennoch klar: "Kunst braucht einen Rahmen." Nicht die Umfassung des Bildes war gemeint, sondern im übertragenen Sinn der würdige Anlass zur Präsentation von Kunst.
Stähelin sieht die Wirkung der Kunst dort vollendet, wo durch ein Kunstwerk eine Beziehung und Auseinandersetzung zum Betrachtenden entsteht. Gerade dadurch erhalte Kunst Öffentlichkeitscharakter, weil sie etwas in verschiedenen Menschen bewirke. Beim Stichwort Öffentlichkeit würde schnell der Bezug zum Staat hergestellt, welcher folglich Kunst entsprechend zu fördern habe. Stähelin verwahrte sich jedoch solchen Tendenzen und lobte die private Initiative zur Förderung der Kunst. "Kunst als Kultur gehört auch zur Wirtschaft. Ich bin froh, dass in diesem Industriegebiet eine Galerie entstanden ist", fügte er an.
Kunst kennt keine Grenzen und zeigt sich dem Betrachter äusserst vielfältig. Das durften die Gäste im Juch-Center auch in musikalischer Hinsicht erleben. Am Piano spielte die Amerikanerin Dyanne Potter Vögtlin, welche seit zwei Jahren in Frauenfeld lebt.

 

 

Künstlerin aus Lommis stellt ihre Bilder aus

Thurgauer Zeitung, 16. November 2000

Am kommenden Samstag, 18. November, stellt die gebürtige Lommisserin Sonja Aeschlimann ihre Bilder in der Galerie im Juch, Juchstrasse 45, Frauenfeld, aus. Die Vernissage beginnt um 17 Uhr. Aeschlimann hat vor beinahe 20 Jahren begonnen zu malen. Verschiedene landesweite Ausstellungen belegen ihr Schaffen.

Ihre Bilder sind Ausdruck ihres Wesens - auf die eine Art zurückhaltend und sensibel - auf der anderen Seite fröhlich und verspielt. Die Künstlerin malt nur, wenn sie sich mit sich selbst auseinander setzt. Aeschlimann möchte keine «Brotmalerin» werden, sagt sie, nicht um jeden Preis malen, nur damit sie Bilder verkaufen kann. Die Lommiserin malt, wenn es ihr gefällt, ohne Druck und ohne Hast, einfach für sich. Sie setzt sich mit Themen auseinander wie zum Beispiel «Menschen und ihre verschiedenen Hautfarben» (Skin-Dancer).

 


 

Träume mit Tempo und Dynamik

Zeitung, 11. Februar 1999, Gaby Schneider

Neue Bilder in Acryl-Mischtechnik von Sonja Aeschlimann sind an den Wänden des Personalrestaurants der Fortuna Lebensversicherungs-Gesellschaft im Sood zu sehen. Die in Lommis im Thurgau lebende freischaffende Künstlerin lud am Mittwoch, 3. Februar, zur Vernissage.

Sonja Aeschlimann wurde 1956 in Frauenfeld geboren. Die reisefreudige Thurgauerin hat sich heute voll und ganz der Kunst verschrieben. Die gelernte Coiffeuse setzt sich seit mehr als zehn Jahren intensiv mit ihrem künstlerischen Schaffensprozess auseinander. Es war schon lange ihr Wunsch, die beim Reisen und Tauchen erworbenen Eindrücke abstrahiert darzustellen.
An Malkursen bei Heidi Lanz und Doris Walser, an der Akademie Goldegg (Österreich) sowie ebenfalls in Österreich an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg bei Zhou Brothers lernt sie, sich in Aquarell, Acryl oder Mischtechnik auszudrücken. 1988 erhielt sie von Firmen und Bekannten ihre ersten Aufträge für Bilder und Künstlerkarten. Künstlerkarten, die sie auch am Weihnachtsmarkt in Stettfurt verkauft.
Bestechend an den in Adliswil ausgestellten Bildern ist ihre Klarheit, Helligkeit und Dynamik. Der energische Strich der Künstlerin lässt eine kraftvolle Persönlichkeit erahnen. Sonja Aeschlimann, die gegen aussen ruhig und überlegt auftritt, zeigt in ihren Werken etwas von einer Kraft und Leidenschaft für Kunst und das, was den Menschen im Innersten bewegt. Eine Dynamik, die aber dennoch nichts Zerstörerisches, sondern Harmonisches ausstrahlt. Die Farbe Weiss ist in den neusten Bildern vorherrschend und bringt die Bilder von Innen zum Leuchten. Ihre "Traumtänzer" zeigen, dass Abstraktes und Bewegung bei ihr eine gelungene Symbiose eingegangen sind. Bäume sind ihr neuerdings auch ein Thema und in der Ausstellung präsent, einerseits in der Bilderreihe "Drei Buchen" wie auch in der Reihe "Forrest Spirit".
Die Vernissage-Gäste, hervorragend bewirtet - der Apéro wurde von Fortuna spendiert -‚ wurden von Thomas Reber begrüsst. Theres Strobl, zuständig für den Ausstellungsbereich in der Fortuna-Versicherung, konnte auch einen hohen internen Gast an der Vernissage begrüssen: Martin Zellweger, Generaldirektor und Delegierter des Verwaltungsrates, machte einen Rundgang durch die Ausstellung.

 


 

Märchenhaft verspielte Bilder

Sonja Aeschlimann bei "Music & Art"

Limmattaler Zeitung, November 1995, Margret Stöcklin

Bis 25. November zeigt die Musikschule und Galerie "Music & Art" in Urdorf rund 35 Bildkompositionen der Thurgauer Malerin Sonja Aeschlimann. Die Werkschau der 39jahrigen reflektiert die eigenen Seelenvibrationen und die von Fernweh geprägten Eindrücke ihrer Reisen und Tauchexpeditionen.

Sonja Aeschlimann wuchs in Lommis auf, wo sie heute als freischaffende Künstlerin ein Malatelier betreibt. Die gelernte Coiffeuse kehrte hiermit zu den Wurzeln zurück, die ihr Halt und Heimat im latenten Fernweh bieten. Zwischendurch hatte sie die coconartige enge des Thurgaus verlassen, war viel umhergereist und zehn Jahre in Zürich wohnhaft, wo sie auch vom umfangreichen Malkursangebot profitierte. Nachdem sie die gängigsten Techniken erarbeitet hatte, nahm sie bei Doris Walser in Baden privaten Unterricht. Versehen mit fundiertem technischen Rüstzeug versucht sie seither, ihren eigenen Stil zu finden.

Seit sechs Jahren Profimalerin

1989 ging Sonja Aeschlimann erstmals mit ihren Exponaten an die Öffentlichkeit, wo sie ermutigenden Erfolg verbuchte. In der Folge erhielt sie diverse Werkaufträge zur künstlerischen Gestaltung spezieller Bildkompositionen, von Weihnachtskartenserien oder eines Computergehäuses. Ob die in Urdorf gezeigten Bilder nun aus übergrossem Fernweh oder eindrücklichen Erlebnissen und Erinnerungen an ferne Länder und Kontinente geboren wurden, ist unwichtig. Denn wichtig sind alleine Seelenvibrationen und Inspirationen, die geradezu zum Schaffen drängen und transparente Bilder von märchenhaft verspielter Fracht entstehen lassen. Gegenständliches wurde weitgehend verbannt und ist trotzdem anhand von Symbolhaftem oder Erinnerungszeichen präsent. Wo die Lesbarkeit der Dinge nebensächlich wird, erhält der phantasievolle Betrachter unendlichen Freiraum, dem eigenen inneren Klang und sinnlichen Emotionen zu folgen.
Wasser ist neben Luft ein zweites Lieblingsthema und lockt mit einer intensiven Blaupalette zum Erkunden einer exotischen Unterwasserwelt. Humoristische Aspekte kommen in "Ausgelassen" zum Zug, welches Lebensfreude signalisiert. Die Bildkompositionen gefallen in ihrer harmonischen Farb- und Formenharmonie.

 

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Sonja Aeschlimann · www.sonja-aeschlimann.ch · mail@sonja-aeschlimann.ch